Die Sanduhr

Seit dem frühen Mittelalter bekanntes Zeitmessgerät. Man bezeichnete es auch als Stundenglas. Sie ist das Symbol für die Vergänglichkeit und Tod. Der Mensch soll sein Leben sinnvoll nutzen, denn es ist nicht unendlich.

Die Funktion der Sanduhr ähnelt den Wasseruhren aus dem alten Ägypten.  In dem aus dem oberen Kolben Wasser  in den unteren floss. Je nach Beschaffenheit der Verbindungsstelle zwischen den beiden Kolben ( schmal oder weit ) konnten Zeitabschnitte zwischen wenigen Sekunden und mehreren Stunden gemessen werden. Die hauptsächlichen Einsatzgebiete fanden die Sanduhr in der Seefahrt und im Militär der frühen Zeit.
Die Wachablösungen wurde mit Hilfe der Sanduhr geregelt sowie die Geschwindigkeit der Schiffe ermittelt. Dazu wurde zusätzlich ein Log ins Wasser gelassen.

Heute werden sie neben den medizinischen Bereich, zur Pulsmessung, auch als Saunauhren verwendet.
Kindern gefällt es sehr, sich mit Hilfe der Sanduhr die Zähne zu putzen.
Viele Hausfrauen nutzen sie zum sonntäglichen Eierkochen. Vielleicht auch in einer Ferienwohnung auf der Insel Rügen.

Für die Füllung sollte kein gewöhnlicher Sand verwendet werden.
So wie man ihn beispielsweise am Ostseestrand, während eines
Urlaubes auf Rügen, findet; denn die kleinen Sandkörner dürfen nicht verkleben und müssen unempfindlich auf Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen reagieren.
So verwendete man einst Marmorstaub, Zinn- und Bleisand.
Der ideale Füllstoff sind heute kleine Glasperlen.

Zu den weltweit größten Sanduhren zählt die Sanduhr in Budapest sowie in der japanischen Stadt Nima (Laufzeit ein Jahr), die echte Uhrmacherkunst im ursprünglichen Sinne darstellen.

Eine der größten Uhren in Deutschland steht in Mainz.

Das größte Stundenglas der Welt stand im Jahr 2008 auf dem Roten Platz in Moskau mit einer von Höhe 11,90m und einem Gewicht von 40 Tonnen.